Die Verwendung metallischer Werkstoffe in der Luft- und Raumfahrt ist seit einigen Jahren rückläufig. Sie wurden durch nichtmetallische Werkstoffe und Legierungen ersetzt. Im zivilen Flugzeugbau bestehen nur noch ca. 13 % der Gesamtgewichte aus herkömmlichen Stahl.
Der Qualitätssicherung ist bereits im Stadium der Projektierung eine große Bedeutung zu schenken. Dabei ist zu bedenken, dass der Zeitraum von der Idee bis zum Auslaufen der Produktion auch von Ersatzteilen etwa 50 Jahre beträgt. Es wird nach dem Schadenstoleranzkonzept konstruiert und bewertet, was eine hohe Nachweissicherheit für kleinste zu tolerierende Fehler bedeutet. Danach richten sich auch die Inspektionszeiträume.
In der Serienproduktion werden von Applus RTD Deutschland die visuelle Prüfung, die Ultraschallprüfung in Durchschallung und Reflexion, die Eindringprüfung für alle Teile aus Aluminium und Titan, die Magnetpulverprüfung, die Impedanzprüfung ( Fokker Bondtester ), die Wirbelstromprüfung für alle Arten von Aluminiumlegierungen und die Radiographie für Verbunde und andere Teile eingesetzt.
Neue Prüfverfahren, die mit aktuellen Konstruktionen in Betracht kommen, sind Laser-Ultraschallprüfung, kopplungsfreie Ultraschallprüfung und Neutronenradiographie sowie Holographie und Röntgentomographie. Bei der Inspektion ist die Prüfung auf Korrosion und Risse dominant.