Die primäre Sicherheit im Pipelinebau ist stets darauf ausgerichtet, durch die entsprechende Anforderungen an die jeweilige Fernleitung das Schadensrisiko möglichst gering zu halten. Zu nennen sind hier besonders die Beschaffenheit, die Betriebsweise und die Instandhaltung der Pipeline.
Die sekundäre Sicherheit bezieht sich darauf, den nicht ganz auszuschließenden Schadensfall durch geeignete Methoden frühzeitig zu erkennen und die Auswirkungen durch geeignete Schadensabwehrmaßnahmen möglichst gering zu halten.
Die zerstörungsfreie Prüfung der Schweißnähte erfolgt sowohl mit Ultraschall- als auch mit den gängigen Durchstrahlungsverfahren. Die Durchführung erfolgt mit intelligenten radiographischen Molchen ( Isotopenmolche ) die z.B. mit dem Isotop Iridium 192 ausgerüstet sind. Da die Aufnahme der Schweißnaht als Zentralaufnahme vorgenommen werden kann, entstehen erhebliche Kostenvorteile. Isotopenmolche sind einsetzbar für Rohrdurchmesser ab 150 mm.
Die Auswertung der angefertigten Röntgenaufnahmen erfolgt gemäß den jeweils gültigen Regelwerken. Ideal ist eine Kombination verschiedener zerstörungsfreier Prüfverfahren, wie z.B die Kombination aus visueller Prüfung, Ultraschallprüfung und Durchstrahlungsprüfung.
Zum Nachweis der Anwendbarkeit des gewählten Prüfverfahrens sollte eine protokollierte Verfahrensprüfung durchgeführt werden. Neue Prüfgeräte auf Ultraschallbasis mit automatischer Auswertung ( Rotoscan ) sind für flächenhafte Fehlstellen ( Flankenbindefehler ) den Geräten auf Durchstrahlungsbasis überlegen.