Offshore Industrie
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Ein Koloss aus 18.000 Tonnen rotbraunen Stahl - die mit ihrem Bohrturm fast 100 Meter hohe Bohrinsel wird von sechs großen Stahlsäulen getragen und ist eine der modernsten Offshore Bohrinseln auf der Welt. So ein Projekt hat es in Warnemünde noch nie gegeben.

Es ist das vierhunderste Neubauprojekt der Kvaerner Werft in Warnemünde und eine Herausforderung für alle Beteiligten: der Bau der Bohrinsel "Stena Don". Sie wurde im Sommer 1998 von der Stena Drilling Ltd. mit Sitz im schottischen Aberdeen in Auftrag gegeben und kostete über 330 Millionen US-Dollar.

Allein die beiden gut 95,5 Meter langen Pontons der Bohrinsel liegen 43 Meter auseinander und sind mit der größten Ausdehnung 12,5 Meter hoch und 13 Meter breit. Auf diesen Pontons sind je 3 Säulen montiert, die die gesamte Deckkonstruktion einschließlich Bohrturm, Bohrausrüstung und der Helikopterlandeplattform tragen. Die Deckkonstruktion ist 72 Meter lang und 67 Meter breit. Die Gesamthöhe der „Stena Don“ beträgt ca. 100 Meter.

Applus RTD Deutschland führte die gesamten ZfP-Arbeiten an der "Stena Don" durch. Die Gesamtlänge der geprüften Schweißnähte betrug 46.000 Meter. Die angewendeten Methoden waren vorwiegend UT und MT, geprüft wurde nach ASME V und ASME VIII. Abgenommen wurden die Prüfungen von Norske Veritas. Die Prüfdokumentation erfolgte per CAD-Daten. Die insgesamt ca. 2000 CAD-Zeichnungen beanspruchen im Applus RTD Deutschland-Archiv in Bochum einen ganzen Raum für sich.

Die Sicherheits- und Umweltauflagen im Offshore-Bereich sind international sehr hoch und bedeutend strenger als im Schiffbau. Während auf Schiffen etwa Wasserleitungen mit einem Druck von 11 bar betrieben werden, arbeiten viele Systeme auf der "Stena Don" nahezu mit dem hundertfachen Druck.

Der Koloss, der vor Norwegen nicht zur Ölförderung sondern zu Instandhaltungsarbeiten eingesetzt wird, dient zur Vorbereitung der Bohrlöcher in Arbeitstiefen von 130 bis 500 Metern Wassertiefe und kann Bohrtiefen von bis zu 8.500 Metern erreichen.

Über ein satellitengestütztes Navigationssystem und mit sechs eigenen Antrieben hält die Insel auch unter schwierigsten Wetterbedingungen ihre jeweilige Position, ohne am Meeresgrund verankert zu sein.

In der Branche u.a. vorkommende Bauteile:

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