Neben dem Bestreben einer ständigen Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Kraftwerken steht besonders eine umweltschonende Stromerzeugung im Brennpunkt der Öffentlichkeit. Besonders mit der Liberalisierung des Strommarktes haben diese Aspekte an Bedeutung gewonnen.
Bereits in den 80er Jahren zog die seinerzeit aktualisierte Umweltgesetzgebung umfangreiche Nachrüstungen an bestehenden Anlagen nach sich. Heute sorgt besonders die globale Klimaveränderung dafür, weiterhin Anstrengungen zur verbesserten Brennstoffausnutzung zu unternehmen, die dann automatisch zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit führt.
Kraftwerkskomponenten, die im Hochtemperaturbereich betrieben werden, wie z.B. Frischdampfleitungen, Zwischenüberhitzer, oder Hochdruckdampfturbinen zeigen nach Betriebszeiten von mehr als 100.000 Stunden oftmals Schädigungen in Form von Mikroporen an den Korngrenzen. Mit steigender Betriebszeit wird dieser Prozess beschleunigt und führt zur Bildung von Rissen, die die Komponente zerstören können.
Die deutsche Dampfkessel-Verordnung ( TRD ) verlangt deshalb nach 100.000 Stunden Betriebszeit eine rechnerische Erschöpfungsanalyse und häufig eine Strukturuntersuchung auf Werkstoffschädigung.
Unter Zuhilfenahme von verschiedenen zerstörungsfreien Prüfverfahren lassen sich mit einer sehr hohen Sicherheit die maximal geschädigten Stellen recht schnell auffinden und analysieren. So können mögliche Störfälle vermieden und die tatsächlichen Betriebszeiten von Kraftwerken erhöht werden.