Die ordnungsgemäße und einwandfreie Funktion von Kolonnen und ähnlichen Apparaten in verfahrenstechnischen Anlagen hängt wesentlich vom Zustand der Einbauten wie Böden, Packungen, Füllkörpern, Flüssigkeitsverteilern, Einspeisungen und Entnahmen usw. ab.
Bei den Betreibern besteht ein großes Interesse daran, Informationen über diese Bauteile auch während des Betriebes zu erhalten, ohne hierzu in den Produktionsprozeß eingreifen zu müssen. Seit einigen Jahren werden radiometrische Dichteprofil-Messungen ( Scans ) von Kolonnen und anderen Apparaten in verfahrenstechnischen Anlagen erfolgreich zur Diagnose des Zustandes der Apparate sowie zur Analyse der hierin ablaufenden Prozesse eingesetzt.
Das von Applus RTD Deutschland verwendete System führt rechnergesteuert eine Strahlenquelle und ihr gegenüber einen empfindlichen Strahlendetektor in Achsrichtung an der Kolonne entlang und mißt hierbei die Absorption der Strahlung als Funktion des Ortes. Die Wahl der Durchstrahlungsrichtung und der lateralen Auflösung richtet sich hierbei nach der Bauart der Kolonne sowie der jeweiligen Fragestellung.
Auf diese Weise werden sowohl Defekte an den inneren Strukturen als auch Funktionsstörungen der Kolonnen erkannt. Der Betrieb erhält wertvolle Hinweise auf ggf. erforderliche Instandsetzungen oder Hinweise auf die Ursachen verfahrenstechnischer Probleme der Anlage.
Die radiometrischen Dichteprofil-Messungen bei der Integritäts- und Funktionskontrolle von Kolonnen und sonstigen verfahrenstechnischen Apparaten können wertvolle Informationen liefern, die zur Planung von Instandsetzungsmaßnahmen oder zur Optimierung der Verfahren dienen können. Zur Interpretation der Meßkurven sind detaillierte Apparatezeichnungen unerläßlich. Vielfach ist es möglich, durch Vergleiche von Messungen im Leerzustand mit denen während des Betriebes wesentliche Informationen zu erhalten.