Die friedliche Nutzung der Kernkraft zeichnet sich dadurch aus, daß Sicherheit bereits von Anfang an mit eingeplant wurde, während sonst oft Sicherheitsmaßnahmen großen Umfangs meist erst eine Antwort auf längst schon offenkundig gewordene Mängel oder Schäden sind...
So ein Zitat aus einer Informationsbroschüre des Bundesumweltministeriums. In einem Kernkraftwerk muß die Sicherheit also unter allen Umständen Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen haben. Zum Schutz vor möglichen Störfällen ist in jedem Kernkraftwerk aus diesem Grunde ein umfangreiches und ausgeklügeltes System passiver und aktiver Sicherheitsvorkehrungen eingebaut.
Von besonderer Bedeutung auf aktiver Seite ist z.B. das Not- und Nachkühlsystem. Dies ist ein vollautomatisches System von Wassereinspeisungs- und Kühlanlagen, welches selbst bei einem großen Leck im Primärkreislauf ein Einschmelzen des Reaktorkerns durch zu große Hitze verhindert. Die dazu notwendigen, von unterschiedlichen Herstellern stammenden Systemkomponenten werden dabei einer ständigen Überwachung und Eignungsprüfung unterzogen. Das Prüfprogramm ist sehr umfangreich und umfaßt eine große Bandbreite von Prüftechniken.
Die Analysen erfolgen u.a. mit den modernsten Methoden der Ultraschall-, Wirbelstrom- und Röntgentechnik. Dabei werden Teile wiederkehrend geprüft. Die Anforderungen an das Prüfpersonal gehen gerade beim Einsatz in Kernkraftwerken natürlich weit über das übliche Maß hinaus.
Applus RTD Deutschland führt Prüfleistungen in fast allen deutschen Kernkraftwerken aus. Allein in Bayern sind das neben den Anlagen Isar 1 und Isar 2 auch die Kernkraftwerke in Grafenrheinfeld und Grundremmigen.