Für Gußteile aus Gußeisen gab es bisher keine nationale Norm für die Magnetpulverprüfung und deren Gütestufen. Mit der DIN EN 1369 liegt jetzt ein solches Regelwerk für alle ferromagnetischen Werkstoffe vor. Für Feingußteile sind zudem die VDG-Merkblätter P 695-1/2 zu beachten.
Für lineare, nichtlineare und in Reihe angeordnete Anzeigen gibt es jeweils sieben Gütestufen. In der DIN EN 571 ist der Prüfvorgang zum Eindringprüfverfahren beschrieben.
Das Verfahren dient zum zerstörungsfreien Nachweis von Fehlern wie Poren, Rissen, Falten, Überlappungen oder Bindefehlern. Die europäische Norm DIN EN 1371-1 ergänzt diese allgemeinen Grundlagen um zusätzlich formulierte Anforderungen der Gießereiindustrie für Gußstücke aus allen Gießlegierungen, außer Kupferbasislegierungen und Druckgußteilen, die im Sandguß hergestellt werden.
Die DIN EN 1371-2 ergänzt die Ausführungen in Teil 1 um die Prüfung von Feingußstücken. Fehleranzeigen und Gütestufen sind enthalten, ebenso im Anhang zwei Beispiele für eine Prüfbescheinigung zur Eindringprüfung.
Im Rahmen einer Gemeinschaftsarbeit wurde ein Fehlervergleichskatalog für die Durchstrahlungsprüfungen von hochbeanspruchten Großgußteilen entwickelt. Früher wurden solche Teile aus Stahlguß hergestellt, heute aber zunehmend aus dem preiswerteren Gußeisen mit Kugelgraphit.
Da bei Gußeisen mit Kugelgraphit aber wegen seiner zum Stahlguß stark differierenden Erstarrungsmorphologie erheblich andere Fehlererscheinungsbilder sowohl bei der Ultraschall- als auch Durchstrahlungsprüfung auftreten, war die Entwicklung eines Fehlervergleichskataloges für die Durchstrahlungsprüfung von dickwandigen Gußstücken aus unlegierten GJS-Werkstoffen erforderlich.