An jedem sich im Einsatz befindenden Flugzeug werden aus Gründen der Sicherheit Inspektionen durchgeführt. Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage drängt die Verantwortlichen der Gesellschaften jedoch dazu, Flugzeuge für immer längere Perioden stetig und dauerhaft im Einsatz zu behalten.
Bei der Qualitätssicherung von Leichtbaustrukturen geht es in erster Linie um die Erkennung von Schäden, wie z.B. verdeckte Korrosion, Haarrisse in Nietreihen, Ermüdungsrisse, Stringerablösung, wassergefüllte Waben und Reparaturfehler. Solche Untersuchungen müssen am kompletten Objekt, also dem ganzen Flugzeug, und meistens außerhalb der ruhigen Laborumgebung erfolgen. Diese Prüfsituation stellt an die Robustheit der Verfahren ganz besondere Anforderungen.
Besonders die regelmäßige Korrosionsüberwachung hat große Bedeutung. Zusammen mit anderen Methoden kann sie wesentliche Informationen für die Erstellung von Korrosionskontrollprogrammen liefern. Der erste ausschlaggebende Schritt in Richtung Korrosionsschutz erfolgt zwar bereits bei der Auswahl von unkritischen Werkstoffpaarungen und von korrosionsresistenten Werkstoffen. Auslegungskennwerte wie hohe spezifische Fertigkeiten oder hohe Rißzähigkeit bestimmen jedoch maßgeblich die einzusetzenden Werkstoffe, so daß eine korrosionsoptimierte Werkstoffauswahl nicht immer ohne weiteres möglich ist.
Zunehmend werden Flugzeugteile aus Verbundwerkstoffen ( CFK ) gefertigt. Durch Mikrorisse eindringende Feuchtigkeit kann zu größeren Schäden führen, und ist daher bei der Wiederholungsprüfung aufzufinden. Verwendung findet die Thermographie und die Röntgenradiographie.